Die Zeit des 2. Weltkrieges und danach

schlafender Asmat auf Ahnensch├Ądel

1941 Japanische Kriegserklärung und Angriff auf Rabaul.

1942 wird das gesamte erschlossene Gebiet Neuguineas, mit Ausnahme des Südwestens, zum Kriegsgebiet. Die Alliierten siegen in der See- und Luftschlacht im Korallenmeer.

1943-1944 schrittweise befreien die  Alliierten das Festland von den eingedrungenen Japanern. Australien verliert durch Gefechte und Krankheiten 14.500 Mann.

1945 nach Kapitulation der Japaner, erfolgt von Port Moresby der wiederaufbau unter Colonel J.K.Murray.

1946 bestätigen die UNO den australischen Mandatsauftrag.

1949 auch nach Ausrufung der Republik Indonesien bleibt Niederländisch Neuguinea als reichsteil bei den Niederlanden.

1950 in Hanuabada bei Port Moresby wird als Ansatz einer Selbstverwaltung der erste „Local Government Council“ gegründet.

1951 konstituiert sich der erste gesetzgebende Rat im Ostteil von Neuguinea (Papua und New Guinea).

1952 wird P. Hasluck als erster Minister für Papua –New Guinea zuständig. Etwicklung zur Selbstständigkeit in Assoziation mit Australien; alle wichtigen Entscheidungen werden in Canberra getroffen.

1955-1956 erhebt Indonesien Anspruch auf das holländische West-Neuguinea. Die niederländisch/indonesische Konferenz verläuft ohne Ergebnis.

1962 Indonesien versucht Truppen auf West-Neuguinea zu landen, um zur Annexion Druck auf die Niederlande auszuüben. Durch vVermittlung der USA (Diplomat Ellsworth Bunker) und der UNO wird am 15.08.1962 ein Vertrag zwischen den Niederlanden und Indonesien geschlossen, wonach die Vereinten Nationen am 01.10.1962 und Indonesien am 01.05.1963 die Verwaltung des umstrittenen westlichen Inselteils (Niederländisch Neuguinea) übernehmen.

1963 übernimmt Indonesien die Verwaltung von West-Neuguinea, das Irian Barat (West Irian), später Irian Jaya und heute Papua heißt; (Irian steht in der Biak Numfoor-Sprache „heißes Land“).

1964  In Papua-Neuguinea finden Parlamentswahlen statt. Von 64 Abgeordneten sind 38 Einheimische.

1965 konstituiert sich der „Melanesische Rat der Kirchen“ in dem erstmals in der Welt protestantische und katholische Kirchen als gleichberechtigte Partner vertreten sind.

1965 Gründung der Universitäten:  in Port Moresby für Papua Niugini und in Jayapura (Sukarnopura, ehemals Hollandia) für die indonesische Provinz Papua (früher: Irian Barat  auch West Irian genannt, dann Irian Jaya, heute Papua).

1967 In West-Irian erstellt eine Expertengruppe der Vereinten Nationen eine Bestandsaufnahme und unterbreitet Vorschläge, wie die von der Niederländischen Regierung dem „Fund of the United Nations for the Development of West Irian“ (FUNDWI)  bereitgestellten 30 Millionen Dollar verwendet und eingesetzt werden sollen.
1969 „Act of Free Joice“.  Entsprechen der vertraglichen Vereinbarung zwischen Indonesien und den Niederlanden findet eine Volksbefragung über die staatsrechtliche Stellung von West Irian statt, die eine Mehrheit für Indonesien ergibt (Uno verwahrt das Resultat, das bis heute in Art und Weise der Abstimmung umstritten ist). Gruppierungen (OPM = Operasi Papua Merdeka, Freiheit für Papua) treten für einen von Indonesien unabhängigen selbstständigen Staat ein.

1969 Papua Niugini lässt neben der Englischen Sprache sowohl Pidgin (verbreitet in Niugini) als auch Hiri Motu (verbreitet in Papua) als Amtssprache zu.

1972 Michael Somare bildet nach den Wahlen zur dritten Legislaturperiode in Papua-Niugini eine Koalition, der die Parteien angehören: Pangu Pati, People’s Progress Party, Mataungan Association und National Party. Die United Party (mit Schwergewicht im zentralen Hochland) bildet mit 40 % der Abgeordnetensitze die offizielle Opposition unter Tei Abal.

1973  Mit dem 1. Dezember übernimmt die Regierung in Port Moresby die Verantwortung im Innern (Home Rule). Australien behält die Aufsicht über die Resorts Verteidigung, Polizei, Außenpolitik und Außenhandel. Das Staatsgebiet von Papua Niugini umfasst den ehemals deutschen und englischen Kolonialbereich. Noch nicht genau definiert ist der Verlauf der Grenze im Bereich der Torres-Street zwischen Australien und Papua Niugini.
Irian Jaya (das heutige Papua) ist etwa 374.400 km2 groß und hat rund 800.000 Einwohner. Die Osthälfte der Insel, das Kerngebiet von Papua Niugini ist etwa 397.500 km2 groß und hat rund 2200.000 Einwohner.

1977
– Januar: Staatsbesuch Michael Somares in Indonesien.
– März: Besuch von Königin Elisabeth II in Papua Niugini
– April: Im Baliem-Tal kommt es durch verschiedene Dani-Gruppen zu Aufstand, der von Indonesien blutig unterdrückt wird.
– Juni: in Papua Niugini finden die ersten Wahlen seit der Erlangung der Unabhängigkeit statt. Albert Maori Kiki und der bisherige Außen- und Verteidigungsminister verlieren ihr Mandat, Michael Somare (seit 1972 im Amt) wird wieder Premierminister.

2002 Irian Jaya, der indonesische Westteil Neuguineas wird auf Druck der  einheimischen Bevölkerung umbenannt und heißt jetzt  Papua

2004 Asmat löst sich verwaltungsmäßig vom Kebupaten Merauke und wird ein selbständiges Kebupaten (Regierungsbezirk). Juventius Biakai, ein aus Yamas-Yeni stammender Asmat, wird erster Bupati (Regent) von Asmat.