Koloniale Schutzgebiete

Asmat Behausung

Errichtung der Kolonialen Schutzgebiet

1793-1795 beanspruchen die Britisch-Ostindische Kompagnie den Westen von Neuguinea und errichten das Fort Coronation in der Restoration Bay am Vogelkop müssen diese wegen Krankheiten und Auseinandersetzungen wieder aufgeben.

1822 verlangen die englischen Kolonien in Australien die Annexion von Neuguinea.

1842 der Kapitän der F.P. Blackwood befährt mit der „H.M.S. Fly“ den westlichen Papua Golf und entdeckt den Fly-Fluß.

1846 Leutnant C.B. Yule beansprucht Neuguinea für England.

1848 die Nordküste von West-Neuguinea wird von Niederländisch-Indischen-Gouvernement im Namen des Sultans von Tidore beansprucht.

1873 entdeckt der englische Kapitän John Moresbsey den von seinem Vater benannten Hafen Port Moresby; und erklärt Ost-Neuguinea als englischen Besitz; ohne Folgen.

1883 verlangen die englischen Kolonien in Australien, Fiji und Neuseeland von England die Annexion von Ost-Neuguinea.

1884 wird in Berlin die “Neuguinea Compagnie“ gegründet. Die Inseln des Bismarck-Archipels, der Nordosten Neuguineas und der Nordwesten der Salomonen und Mikronesien werden zum deutschen Schutzgebiet erklärt.

1885 werden die Grenzen zwischen dem deutschen Schutzgebiet „Kaiser-Wilhelms-Land“ und dem englischen Protektorat „Britisch New Guinea“ der südöstlich Teil Neuguineas (später Papua genannt) festgelegt.

1890-1892 ernennt die deutsche Verwaltung die ersten Luluais (regierungsamtliche Häuptlinge) und verlegt das deutsche Verwaltungszentrum aus dem malariaverseuchten Finschhafen nach Stephansort bei Madang.

1899 Die Verwaltung von Kaiser-Wilhelms-Land geht aus den Händen der Neuguinea-Kompagnie an die Reichsregierung in Berlin über. Die Kolonialverwaltung wird nach Rabaul auf Neubritannien verlegt.

1901-1906 Britisch Neuguinea wird im Zusammenhang mit der Umwandlung von sechs englischen Kolonien in den „australischen Bundesstaat“ an Australien abgegeben und heißt fortan Papua.

1907-1914 verschiedene militärisch begleitete holländische Expeditionen erkunden das Innere (Schnee bedeckte Berge) von West-Neuguinea.

1908 wird H. Murray zum Gouverneur der australischen Kolonie Papua mit Sitz in Port Moresby (Sir H. Murray behält dieses Amt bis 1940).

1909–1914  dringen deutsche wissenschaftliche Expeditionen bis in das Quellgebiet des Sepik vor (Walter Behrmann, August Roesicke, Richard Thurnwald). Leonhard Schultze-Jena markiert die deutsch-holländische Grenze (Kaiserin-Augusta-Fluß) im Gebiet des oberen Sepik.

1914 nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges landet (am 11. 09.) bei Kokopo in der Nähe von Rabaul ein australisches Expeditionskorps und zwang die kleine deutsche Schutzgruppe nach kurzem Gefecht zur Kapitulation (17. 09. 1914).


1919 Im Friedensvertrag von Versailles wird das ehemalige deutsche Schutzgebiet Australien zur Verwaltung unterstellt.

1921 für Nordost-Neuguinea wird eine australische Zivilverwaltung eingesetzt. Das Kaiser-Wilhelms-Land wird „Mandated Territory of New Guinea“ genannt, das von Rabaul aus und das australische Papua von Port Moresby aus, nach unterschiedlichen Rechtsystemen verwaltet werden. Im Norden steht die Wirtschaft, im Süden die Wohlfahrt der Einheimischen im Vordergrund.

1923 wird nach zweijähriger Unterbrechung Niederländisch West-Neuguinea wieder als Verwaltungsdistrikt der Molukken geführt.

1922 verwendet die Expedition des australischen Armee-Fotografen Captain Frank Hurley erstmals ein Flugzeug in Neuguinea.

1927 wird die erste Flugverbindung von Rabaul nach Lae und von Lae nach Wau und später zur Goldgräberstadt Bulolo etabliert.