Asmat in Berlin

eiswerder

Insel Eiswerder - Spandau

Achtung! Die Asmat  Art Galerie muss die Insel Eiswerder verlassen, da vom neuen Eigentümer umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden.

 

 

Asmat Art Galerie Mai 2009

Bischoff A.Sowada

Unterstützt wird das Projekt vom amerikanischen Bischof Alphonse Sowada, der über Jahrzehnte in Papua wirkte, und vor Jahren den Anstoß gab, zunächst im Land der Asmat ein Museum für die Kunst des Naturvolks zu errichten und später mit der Asmat Art Galerie in Mönchengladbach auch Kunstgegenstände in Deutschland zum Verkauf anzubieten.
Bischof Sowada will den Asmat ihre kulturelle Identität erhalten und ihnen durch den Verkauf ihrer Kunst auch wirtschaftlich helfen.
Nach den politischen Repressalien, denen die Asmat wegen ihrer Vergangenheit als Kopfjäger noch in den siebziger und achtziger Jahren ausgesetzt waren, soll das Naturvolk über ihre Kunst Selbstbewusstsein aus der kulturellen Tradition zurückgewinnen. Dazu dient auch der alljährliche Wettbewerb der Künstler, der prägend ist für das kulturelle Selbstverständnis der Asmat mit ihren überlieferten Festen und neue Werke liefert für die Asmat Art Galerie.
Die Galerie fördert die Ziele von Bischof Sowada und hilft mit, die Kunst der Asmat bekannter zu machen und damit ihr kulturelles Überleben zu sichern.
Vorherrschend sind in der Kunst der Asmat traditionelle Motive und überlieferte Kunstformen wie die großartigen Bis-Pfähle, Wuramon-Seelenboote, Binüt-Krokodile und Schilde in der Tradition der rituellen Feste. Dennoch greifen bereits viele Künstler in ihrem Schaffen Erfahrungen und Begebenheiten aus dem täglichen Leben auf, verarbeiten sie Eindrücke ihrer sich rasant verändernden Umwelt.
Westliche Künstler, über den Kulturverein Asmat Art e.V. angesprochen, haben sich von den Arbeiten der Asmat inspirieren lassen. Einige begleiteten das Forscherehepaar Ursula und Professor Gunter nach Papua und arbeiteten vor Ort mit den Asmat- Künstlern. Andere überließen sich der Kraft der Asmat-Kunst und be- und verarbeiteten sie in ihrer eigenen Formensprache. In Berlin wird dieser künstlerische Austausch fortgesetzt.